humorvolle Kunst (Slam Poetry)

Wenn Sie sich auf dieser Seite umschauen, finden Sie lyrische Texte, meist auf Poetry Slams vorgetragen oder bei Kleinkunstpreisen. Hören Sie mich „auf Alliterationen herumtrakln und Wortungetüme aufschütten, bis das Alphabet knirscht“ (Zeit Online) oder einfach das ein oder andere Metrum zerbiegen.

„Manchmal weiß ich nicht, ob das echt ist.“ – Wühlmäuse – Berlin

„Kennen Sie das? Sie rufen bei ihrem Telefonanbieter an und wissen nicht ob Sie mit einem Menschen oder einem Roboter reden?  Und irgendwann sind Sie sich sicher, dass es ein Roboter sein muss, weil Sie alles dreimal sagen müssen und die Stimme immer noch nichts versteht und dann fangen Sie an zu brüllen, dass man Ihnen gefälligst einen richtigen Menschen in die Leitung holen soll und dann fängt der vermeintliche Computer an zu weinen und es stellt sich raus, dass das Monika ist…“

Text: Heun & Söhne (Julian Heun & David Friedrich)

„Déjàvuvu 2020“ – Elbphilharmonie – Hamburg

„Nicht nur, dass wir uns daran erinnern. Wir erinnern uns auch daran uns daran schon einmal erinnert zu haben. Ein Déjàvuvuvu.“

 

„Der Lassmann“ – DEKRA Hochschule – Berlin

Eine runde lyrisches Empowerment gegen die Figur im Kopf, die dich immer zurückhält.

 

„Zartes Kind“ und „das Lügenschiff“ – Ernst Deutsch Theater – Hamburg

„Wir sind die Kids, die Rilke in die Sitze ritzen,

Die im Bus der Kultur ganz hinten sitzen,

Die im Buchladen ganz unten liegen,

Die beim Slam aus der ersten Runde fliegen,

Weil sie die Jury beleidigt haben:

„Du Hurensohn, ich mache ein Literaturfestival auf deinem Grab!“

Ein lyrisches Spannungsexperiment mit Zartheit und Rohheit.

„Frag nach Liebe“ – Stuttgarter Besen – SWR

In diesem Video sehen Sie den 20jährigen Julian mit archäologisch anmutiger Haarpracht, der mit einem Gedicht den goldenen Stuttgarter Besen wie auch den Publikumspreis gewinnt, zwei kaum manövrierbare riesige Holzbesen, die inzwischen als verschollen gelten.

 

„Der Fragebogen“ – Best of Poetry Slam, Friedrich Ebert Halle – Hamburg

Dieser Text ist ein narratives Experiment. Kann man durch bloßes Fragen auch etwas erzählen? Nehmen Sie sich gern eine Frage mit nach Hause. Und haben Sie noch Fragen?

Das geile Varieté – Konzerthaus der UDK – Berlin

„Jedes Zeitalter bekommt die Kunst, die es verdient.“ Also kommen Sie mit in das moderne, uralte, geile Varieté. Vorhang auf! 

„Von den Taugenichtsen und der Competition“ – Deutsches Schauspielhaus – Hamburg

„Wenn das die Elite ist, wenn das die Stars sind, wenn das die Gewinner sind, dann sollten wir lieber verlieren.“

„Warum ick keine Liebeslyrik schreibe, Bäibä?!“ – Volksbühne – Berlin

Liebeslyrik ist der Kuschelrocksampler der Lyrik. Deswegen würde jemand wie ich niemals Liebeslyrik schreiben. Niemals. Echt nicht. Wirklich!